CNC-Fräsmaschine (3 Achsen, 1325 / 2030 mm)
3-Achs-CNC-Fräse mit 1325- oder 2030-mm-Arbeitsbereich, Servo- oder Schrittmotorantrieb sowie DSP- oder SYNTEC-Steuerung. CE- und ISO-9001-zertifiziert. Kundenspezifische Konfigurationen ab Einzelstück.
Servo- oder Schrittmotorantrieb
Das Antriebssystem ist die wichtigste Leistungs- und Kostenvariable einer CNC-Fräse.
Schrittmotoren sind günstiger und für Holzverarbeitung, Schilderbau und leichte Aluminiumgravur bei Vorschüben unter 6.000 mm/min ausreichend. Der Nachteil: Es gibt keine echte Positionsrückmeldung. Verpasste Schritte durch Werkzeugdurchbiegung, Materialwiderstand oder zu hohe Beschleunigung summieren sich zu Maßfehlern, ohne dass die Maschine Alarm gibt.
Servomotoren nutzen Encoder-Feedback. Wenn Schritte verloren gehen oder eine Achse blockiert, wird ein Alarm ausgelöst, statt unbemerkt Maßfehler zu produzieren. Sie beschleunigen schneller, laufen thermisch stabiler und sind für Produktionsumgebungen mit wiederholbarer Maßhaltigkeit über ganze Schichten hinweg die bessere Wahl.
Für Möbel- und Schilderwerkstätten ist Schrittmotor sinnvoll. Für Formenbau, Aluminiumvorrichtungen oder Toleranzen unter 0,1 mm über Serienläufe hinweg sollten Sie Servo spezifizieren.
Steuerung und CAM-Kompatibilität
Die Steuerung entscheidet, welche CAM-Werkzeugwege direkt nutzbar sind. DSP-Handsteuerungen akzeptieren G-Code aus gängigen CAM-Paketen wie VCarve, ArtCAM, Cut2D oder Fusion 360 mit passendem Postprozessor. Sie funktionieren ohne dauerhaft angeschlossenen PC, unterstützen aber nicht immer fortgeschrittene G-Code-Funktionen.
SYNTEC-Steuerungen bieten vollständigere G- und M-Code-Unterstützung, Werkzeugradiuskompensation und Unterprogramme. Sie sind in asiatischen Präzisionswerkstätten verbreitet und für produktionsnahe Anwendungen robuster.
Mach3/Mach4 ist flexibel und im Hobby- sowie Leichtproduktionsbereich verbreitet, hängt aber von einem Windows-PC und Motion-Controller ab. Für lange industrielle Laufzeiten ist das weniger empfehlenswert.
Bestätigen Sie vor Bestellung die konkrete Firmwareversion und den G-Code-Dialekt. Startprobleme durch inkompatible CAM-Ausgabe sind bei importierten CNC-Fräsen häufig.
Wasser- oder Luftkühlung der Spindel
Wassergekühlte Spindeln sind leiser, thermisch stabiler und bei längeren Schnittzyklen besser für Werkzeugstandzeit und Maßhaltigkeit. Sie benötigen Pumpe, Reservoir und Schläuche, sind aber bei Produktionsmaschinen Standard.
Luftgekühlte Spindeln sind einfacher zu installieren und für weniger als vier Betriebsstunden pro Tag ausreichend. Sie sind lauter und verschleißen bei Dauereinsatz schneller. Für mehr als sechs Stunden tägliche Produktion ist eine wassergekühlte Spindel die richtige Spezifikation.
Factory Acceptance Test vor Versand
Fordern Sie vor Versand einen dokumentierten FAT an: Positioniergenauigkeit über ein 10-Punkt-Raster, Wiederholgenauigkeit am Referenzpunkt, Spindelrundlauf 50 mm vor der Spannzange, realer Schnitt im Zielmaterial und Test von Not-Aus sowie Endschaltern. Lassen Sie die Ergebnisse per Video dokumentieren; bei höherwertigen Maschinen lohnt sich eine Drittinspektion vor Verladung.
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