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EU-Paketzoll von €3 ab 2026: Was China-Importeure wissen müssen

Ab 1. Juli 2026 erhebt die EU einen pauschalen Zoll von €3 pro Artikel auf Pakete unter €150 aus Nicht-EU-Ländern — was sich für Importeure ändert.

von Martin Wang Aktualisiert 3 min read
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Am 11. Februar 2026 hat der EU-Rat die Abschaffung der €150-Zollbefreiung für Pakete aus Nicht-EU-Ländern endgültig gebilligt. Ab dem 1. Juli 2026 gilt ein übergangsweiser pauschaler Zoll von €3 pro Artikel für Sendungen unter €150, die direkt an EU-Verbraucher verschickt werden. Der Zoll wird je Warenkategorie innerhalb eines Pakets erhoben — nicht einmal pro Sendung — und gilt, bis der EU-Zolldatenhub auf normale Zollsätze umstellt, was derzeit für etwa 2028 erwartet wird.

Was das bedeutet, wenn Sie aus China importieren

Die Schlagzeile klingt alarmierend, aber der Anwendungsbereich ist eng. Der €3-Zoll richtet sich gegen das Temu/Shein-Modell: geringwertige Pakete, die direkt an die Haustür eines Verbrauchers gehen und bisher unter der €150-Grenze zollfrei blieben.

Ein Paket mit einer Handyhülle für €40, das früher zollfrei einging, trägt jetzt €3 — effektiv 7,5 % auf diesen Artikel. Eine Bestellung über 500 Lautsprecher als eine gewerbliche Sendung wird als Ganzes bewertet und nach ihrem normalen HS-Code-Zoll verzollt, von dieser Regel unberührt. Der Unterschied liegt im Fulfillment-Modell, nicht im Produkt.

Es kommt eine zweite Belastung: Eine Bearbeitungsgebühr von etwa €2 pro Zollanmeldungsposition wird spätestens zum 1. November 2026 erwartet. Rechnen Sie also mit bis zu rund €5 pro Artikelposition bei Direktpaketen, sobald beide Maßnahmen greifen.

Was zu tun ist

  • Trennen Sie Ihre Kanäle. Prüfen Sie, welche Mengen als Sammelware ins Lager und welche als Direktpakete an Verbraucher gehen. Nur Letztere trifft der €3-Zoll.
  • Kalkulieren Sie die Stückkosten für Pakete neu. Wenn Sie geringwertige Artikel per Dropshipping in die EU liefern, rechnen Sie jetzt mit €3 und ab November mit €5 pro Artikelposition statt der bisherigen €0.
  • Konsolidieren Sie, wo möglich. Der Versand als Sammelware an einen EU-3PL und die lokale Auslieferung machen aus Tausenden zollpflichtigen Paketen eine einzige gewerbliche Anmeldung — siehe Logistik und Zollabwicklung.
  • Bestätigen Sie die HS-Codes je Artikel. Der €3-Zoll gilt je Tarifunterposition, sodass ein gemischtes Paket mehrere Gebühren ansammeln kann. Unsere vollständige Aufschlüsselung der EU-Einfuhrzölle finden Sie im Leitfaden zum Import von Elektronik aus China in die EU.

Unsere Einschätzung

Für die Kunden, mit denen wir arbeiten — Hardware-Teams, die in gewerblichen Mengen importieren — ändert sich dadurch kaum etwas. Ihr Container oder Ihre Palette wird weiterhin nach dem HS-Code-Zoll verzollt, genau wie zuvor. Unter Druck gerät das Dropshipping einzelner Pakete aus China, wo eine Gebühr von €3–€5 auf einen Artikel von €15 die Marge spürbar trifft.

Wenn Ihre Stückkostenrechnung von geringwertigen Direktpaketen in die EU abhängt, spricht jetzt mehr für die Konsolidierung zu Sammelimporten. Diese Änderung ist von den US-Section-301-Zöllen getrennt — wenn Sie in beide Märkte verkaufen, lesen Sie sie zusammen mit unserem Leitfaden zu China-Elektronik-Zöllen, der die US-Seite und die Stückkosten-Berechnung abdeckt.

Brauchen Sie Hilfe, das China-EU-Fulfillment an die neuen Regeln anzupassen? Fordern Sie ein Angebot an, und wir gleichen es mit Ihrem Bestellprofil ab.

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Gründer von Sky Flux, dem Unternehmen hinter China Sourcing Agents. 7 Jahre als Hardware- und Full-Stack-Ingenieur, bevor er eine auf Elektronik, IoT-Module und PCB-Fertigung spezialisierte China-Beschaffungsagentur gründete. Über uns →